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Ahoi! Wir sind elbdudler — eine Agentur für digitale Markenkommunikation. Auf diesem Blog bekommt ihr Einblicke in unsere Welt der Social-Media-Konzepte, Kampagnen und Kreativität.

Die elbdudler auf der re:publica

Eigentlich wollte eine ganze Heerschar an elbdudlern zur re:publica fahren – aber die Arbeit kam dazwischen, und so machten wir, Kathrin und Malte, uns schlussendlich alleine auf nach Berlin in die wunderschöne, stuckverzierte elbdudler-Wohnung bei der U Schönleinstraße.

Und was haben wir bei der re:publica gelernt? Nicht soviel, um ehrlich zu sein. Aber in erster Linie fährt man da auch hin, um Leute zu treffen, und das haben wir ausführlich getan. 

Ein paar Dinge sind dennoch erwähnenswert: Erstens das großartige Eventdesign der Hamburger Agentur Precious. Diese konzipierten auch die analoge Twitterwall, die so ein bisschen das Herzstück der großen Halle in der Station darstellte. Malte, der am Freitag freiwilliger Helfer war, klatschte einige Liter Kleister auf die Wand. Es lohnt sich übrigens, sich mal anzuschauen, was die Jungs von precious sonst so machen.

Regen Andrang fand auch der Piktomat, den tlgg für Vodafone konzipiert hatte. Der Fotoautomat war mit lustigen Hashtag-Tafeln ausgestattet und die Bilder erhält man sowohl analog als auch digital über eine bestimmte URL plus Pin. 

Die Telekom stellte die Beta-Version ihrer neuen Feedback-Community vor. Unter http://preview.telekom-hilft.de/ kann sich jeder als Beta-Tester anmelden. Die Software dazu stammt ebenfalls von einem Hamburger Startup namens Brandslisten. Interessant ist der Ansatz nicht nur deshalb, weil er als Wissensplattform funktioniert und das Rad im Kundenservice nicht ständig neu erfunden werden muss, sondern auch, weil die Telekom mit Hilfe der Plattform alle existierenden Kanäle an einem Ort bündeln will. Die Community soll zum Beispiel auf allen Facebook-Seiten als Tab eingebunden werden, alle Anfragen werden vom selben Team bearbeitet, egal ob sie aus Facebook, Twitter oder von anderen Seiten kommen. Dadurch macht sich der Online-Kundenservice nicht von einem einzelnen Unternehmen wie Facebook abhängig.

Ein Thema, das auch Sascha Lobo in seinem „Überraschungsvortrag“ (Video auf Spiegel Online) ansprach, wo er alle aufforderte, wieder zu bloggen, und zwar auf eigenen Domains, um sich nicht so abhängig von den großen Diensten zu machen. Die Gefahr sei, die eigenen Nutzungsgewohnheiten mit denen der großen Masse gleichzusetzen: Laut Sascha existieren in Deutschland nicht nur immer noch ca. 30 Millionen Netz-Nichtnutzer, sondern von den 50 Millionen Nutzern bedeutet „Nutzung“ für die meisten nur „abends Mails und Facebook checken.” Aus diesem Grund warnte er vor einer Zukunft der „nur-Facebook” -Flatrate-Verträge, wie es sie zum Beispiel bei E-Plus gibt. 

Aber vielleicht ist das auch eine übertrieben pessimistische Prophezeiung? (Zu diesem Thema gab es übrigens einen schönen Vortrag von Kathrin Passig.) Immerhin dienen Facebook und Co. ja auch als Content-Verbreitungs-Maschinen, ohne Fremdcontent würden sie an Wert verlieren. Zumindest aber die Netz-Nichtnutzer dürften langsam verschwinden, da inzwischen fast 90% der unter Dreißigjährigen in Deutschland Facebook nutzen. 

Was wir noch herausgefunden haben: Ungefähr jede zweite Social Media Agentur bastelt gerade an einer eigenen Lösung in Sachen Monitoring oder Analyse. Wir sind gespannt, was dabei so rumkommen wird.

Und auf die nächste re:publica.